Die WHO hat die SARS-CoV-2-Variante B.1.1.529 als besorgniserregende Variante mit der Bezeichnung Omicron eingestuft.  dpa/Andre M. Chang

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Risiko durch die neue Omikron-Variante des Coronavirus weltweit als „sehr hoch“ ein. Ein starker Anstieg der Infektionsfälle durch die Omikron-Variante könne schwerwiegende Folgen haben, warnte die WHO am Montag in Genf. Sie wies aber zugleich auf die vielen noch bestehenden Unsicherheiten zur Übertragbarkeit und Gefährlichkeit der neuen Virusvariante hin. So sei bisher etwa noch kein Todesfall im Zusammenhang mit der Omikron-Variante registriert worden.

Die neue Coronavirus-Variante mit der Bezeichnung Omikron war am Donnerstag erstmals aus Südafrika gemeldet worden und verbreitet sich seitdem weltweit. In zahlreichen Ländern, darunter auch in Deutschland, wurden schon Omikron-Fälle festgestellt. Viele Länder haben bereits Reisebeschränkungen verhängt.

Die WHO stuft die Omikron Variante wegen der großen Zahl an Mutationen als „besorgniserregend“ ein. Von bislang aufgetretenen Varianten des Coronavirus ist bekannt, dass bestimmte Mutationen zu einer höheren Übertragbarkeit und einer reduzierten Wirksamkeit der Impfstoffe führen.

Drosten: „Wissen nicht, was da kommt“

Der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, sagte am Sonntag im ZDF-„heute Journal“: „Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt“. Er fügte an: „Das Einzige was man wirklich mit Sicherheit sagen kann, es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist.“ Ähnlich äußerte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Wir müssen boostern, boostern, boostern“, sagte er und forderte Kontaktbeschränkungen auf nationaler Ebene.