Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, Vizekanzler Olaf Scholz (SPD, M.) und Unions-Kandidat Armin Laschet dpa

Das Kandidaten-Karussell dreht sich vor der Bundestagswahl am 26. September immer schneller: Jetzt hätte im Falle einer Direktwahl des Kanzlers plötzlich Olaf Scholz (SPD) die Nase vorn. Derzeit würden 21 Prozent für Scholz, 15 Prozent für den früheren Spitzenreiter, Unions-Kandidat Armin Laschet (CDU), und 14 Prozent für Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock stimmen.

Olaf Scholz überholt in Umfrage Armin Laschet

In der Vorwoche hatte Scholz in der wöchentlichen Insa-Umfrage noch bei 18 Prozent gelegen, Laschet hingegen bei 20 Prozent. Allein die Zustimmungswerte für Baerbock haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht geändert. 38 Prozent würden allerdings keinen der drei Kandidaten wählen.

Wichtige Prozentpunkte hat dabei Armin Laschet vor allem dessen Verhalten in der Flut-Katastrophe gekostet. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger sieht das Handeln von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) nach der Hochwasser-Katastrophe einer Insa-Umfrage zufolge kritisch. Beim Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei den Opfern der Katastrophe war Laschet kichernd im Hintergrund zu sehen gewesen.

Laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der „Bild am Sonntag“ bewerten 57 Prozent der Befragten das Agieren Laschets in der Flutkatastrophe negativ. Nur 23 Prozent sehen sein Auftreten positiv.

Auch Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock erhält in der Umfrage häufig ein schlechtes Zeugnis: 46 Prozent sehen ihr Agieren negativ, 22 Prozent positiv.

Besser schneidet SPD-Kandidat und Bundesfinanzminister Olaf Scholz mit 39 Prozent positiven und 29 Prozent negativen Bewertungen ab. Am besten wird das Auftreten der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beurteilt, das 60 Prozent positiv und 25 Prozent negativ sehen.