Den Kauf eines Eigenheims zu finanzieren, wird immer schwerer. Auch für Leute mit gutem und sehr gutem Einkommen.
Den Kauf eines Eigenheims zu finanzieren, wird immer schwerer. Auch für Leute mit gutem und sehr gutem Einkommen. dpa/Christin Klose

Energiekrise, schwache Wirtschaft, stark gestiegene Bauzinsen - immer weniger Menschen können sich ein Eigenheim leisten. Selbst mit einem guten Einkommen wird der Häusle-Kauf immer schwerer, wie eine aktuelle Studie zeigt. Denn die Preise für Immobilien sind nach wie vor hoch. Das bekommen letztlich auch Mieter zu spüren.

Wohneigentum ist auch für Gutverdiener immer seltener bezahlbar. Teure Energie, hohe Baukosten und Zinsen hätten dazu geführt, dass deutlich weniger Menschen Immobilien kaufen, erklärte das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) am Donnerstag. Dennoch seien die Preise für Immobilien aber kaum gesunken.

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Die Folge: „Wer Ende 2022 als Paar ein Medianeinkommen, also rund 3730 Euro netto, hatte und ein Einfamilienhaus kaufen wollte, konnte sich lediglich 28 Prozent der angebotenen Objekte leisten“, erklärten die Forscher. Zu Anfang des Jahres waren es noch 40 Prozent gewesen.

Selbst Paare mit 5000 Euro netto im Monat finden keine bezahlbaren Häuser

Selbst für das einkommensreichste Fünftel waren demnach mit 47 Prozent weniger als die Hälfte der inserierten Einfamilienhäuser bezahlbar (vorher 62 Prozent).

Insbesondere in Großstadtregionen werde der Immobilienkauf zunehmend schwierig. Für das reichste Fünftel, also ein Paar mit mehr als 5000 Euro Nettoeinkommen, hat sich die Zahl an erschwinglichen Ein- und Zweifamilienhäusern in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München oder Stuttgart laut IW mehr als halbiert. Ähnlich ist die Lage im Umland der Metropolen.

Negativer Nebeneffekt: Auch für Mieter wird es teurer

Für Mieter hat diese Entwicklung einen negativen Nebeneffekt: Weil immer weniger Menschen in eigene Immobilien ziehen, nimmt der Duck auf dem Mietmarkt zu, wie die IW-Forscher erläutern. „In der Folge sind die Mieten 2022 deutlich stärker gestiegen als in den Vorjahren.“