Im Rotlichtmilieu landen Tausende Opfer von Menschenhändlern und Schleusern.
Foto: imago/imagebroker

Bei einem weltweiten Polizeieinsatz gegen Menschenhändler und Schleuser haben Ermittler mehr als 200 Verdächtige festgenommen. Zwischen Ende November und Anfang Dezember fanden Razzien in 32 Ländern in Amerika, Europa, Afrika und Asien statt, wie die internationale Polizeiorganisation Interpol mit Sitz in Lyon am Freitag mitteilte.

30 Menschen wurden nach Angaben von Interpol wegen des Verdachts der sexuellen Ausbeutung von Flüchtlingen oder Opfern von Menschenhandel festgenommen. Etwa hundert mutmaßliche Opfer von Menschenhändlern seien in Brasilien, Chile, der Dominikanischen Republik sowie in El Salvador, Uruguay und Spanien gerettet worden.

Interpol hatte die Polizeiaktion Turquesa II mit Unterstützung der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (ONUDC) koordiniert.

Die Aktion habe deutlich gemacht, in welchem Maße kriminelle Organisationen sich während der Corona-Pandemie an verletzlichen Menschen bereicherten, die auf der Suche nach einem besseren Leben seien, sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock.