In Barcelona setzten die Demonstranten Mülltonnen in Brand. Foto: imago/Agencia EFE

Nach der Verhaftung des katalanischen Rappers Pablo Hasél ist es in Spanien am zweiten Abend in Folge in mehreren Städten zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Mindestens neun Menschen wurden dabei am Mittwoch verletzt und mehr als 40 festgenommen, wie die Behörden mitteilten.

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Auf dem zentralen Madrider Platz Puerta del Sol kamen Hunderte Menschen zusammen, um gegen die „Zensur“ zu protestieren und die Freilassung des 32-jährigen Künstlers zu fordern. Vermummte Demonstranten bewarfen die Polizei aus der Menge heraus mit Flaschen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

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Die Konfrontationen in der Hauptstadt dauerten mehrere Stunden. Mindestens neun Menschen wurden dabei nach Angaben der Rettungsdienste leicht verletzt. 14 Demonstranten wurden in Madrid festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

In Barcelona warfen Randalierer Gegenstände auf Polizisten und setzten Mülltonnen in Brand. Die Sicherheitskräfte reagierten mit Schaumstoffgeschossen. In der katalanischen Metropole wurden nach Angaben der Polizei 29 Menschen im Zuge der Konfrontationen festgenommen.

Auch in Madrid forderten Hunderte Demonstranten die Freilassung des Musikers. Foto: AP/Manu Fernandez

Zusammenstöße zwischen Unterstützern des Rappers und der Polizei gab es auch in den katalanischen Städten Gerona, Lleida und Tarragona. Lleida ist die Heimatstadt Haséls. Er war dort am Dienstagmorgen verhaftet worden, nachdem er sich einen Tag lang mit Unterstützern in der Universität verbarrikadiert hatte.

Bereits am Dienstagabend war es bei Demonstrationen für Hasél zu gewalttätigen Konfrontationen mit der Polizei gekommen. Dabei waren nach Behördenangaben 33 Menschen leicht verletzt worden, darunter 19 Polizisten. Bei den Protesten in Barcelona und anderen Städten der Region Katalonien waren am Dienstag mindestens 15 Menschen festgenommen worden.

Der Rapper soll wegen Beleidigung der spanischen Königsfamilie sowie staatlicher Institutionen eine neunmonatige Haftstrafe absitzen. Er hatte in Botschaften im Onlinedienst Twitter den früheren König Juan Carlos I. als „Mafiaboss“ bezeichnet und der Polizei die Folterung und Tötung von Demonstranten und Migranten vorgeworfen.