Fluggäste am Flughafen BER. Anders als in München war dort der Flugverkehr nicht eingeschränkt.
Fluggäste am Flughafen BER. Anders als in München war dort der Flugverkehr nicht eingeschränkt. dpa/ Carsten Koall

Wenige Tage vor Beginn des Weihnachtsverkehrs haben Klimaaktivisten ihre Blockade-Aktionen intensiviert. Wird es zu massiven Störungen von Flügen und Fahrten vor dem Weihnachtsfest kommen? Koordinierte Stör-Aktionen an den Flughäfen Berlin-Brandenburg und München lassen ahnen, was Festtags-Reisende in den kommenden Tagen erwarten könnte.

Erneut dringen Klimaaktivisten in den Sicherheitsbereich des BER vor, doch die Polizei stoppt die Aktion

Erneut ist es Klimaaktivisten gelungen, in den Sicherheitsbereich des Hauptstadtflughafens BER vorzudringen. Die Bundespolizei hat nach eigenen Angaben den dortigen Einsatz gegen Klimaaktivisten inzwischen beendet und festgeklebte Demonstranten vom Rollfeld gelöst. Der Flugbetrieb sei nicht beeinträchtigt gewesen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin am Donnerstagvormittag. „Der Einsatz ist beendet.“ Zwei Klimaaktivisten hätten sich zuvor Zutritt zum Sicherheitsbereich des Flughafens verschafft und seien auf das Rollfeld gelangt. Dort hätten sie sich festgeklebt. Sechs andere Klimaaktivisten seien nicht auf das Flughafengelände gelangt.

„Wir haben schnell reagiert“, sagte die Sprecherin der Bundespolizei. Seit dem vergangenen Vorfall am Flughafen BER seien die Kräfte verstärkt worden. Am 24. November hatten die Klimaaktivisten den Flugbetrieb auf dem Berliner Flughafen für fast zwei Stunden lahmgelegt. Mehrere Menschen verschafften sich durch einen Zaun einen Zugang zum Gelände. Einige von ihnen klebten sich am Boden fest. Der Flughafen stoppte den Betrieb auf beiden Start- und Landebahnen.

In München legen Klimaktivisten den Flughafen kurzzeitig lahm

Auch am Flughafen München war einen Aktion von Klimaaktivisten am Donnerstagmorgen schnell beendet worden, wie ein Flughafensprecher sagte. Dort war wegen einer Aktion von Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ der Flugverkehr vorübergehend eingeschränkt worden. Vier Aktivisten klebten sich auf der Nordbahn fest, sagte ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur AFP. Der Flugverkehr auf dieser Bahn sei für rund eine Dreiviertelstunde eingestellt worden.

Sämtliche Flüge, die dort hätten starten oder landen sollen, konnten aber über die Südbahn abgewickelt werden. Daher habe es nur geringe Verspätungen gegeben, es seien keine Flüge ausgefallen. Die Sperrung sei mittlerweile aufgehoben worden.

Die Polizei Oberbayern Nord teilte auf Twitter mit, dass die Versammlung auf der Rollbahn in der Zwischenzeit aufgelöst worden sei. Die Aktivisten würden von der Bahn befreit und in Gewahrsam genommen. Einige Aktivisten hätten am Morgen zudem versucht, in den Sicherheitsbereich der südlichen Landebahn einzudringen. Das sei verhindert worden.