Einwegbesteck ist mehr als umweltschädlich. Im schlimmsten Fall landet es in irgendeinem Ozean Foto: imago-images/Kerstin Dälitzsch

Wer beim Grillen oder bei anderen Festen gerne Wegwerf-Geschick und Strohhalme aus Plastik  benutzt hat, muss sich schon ab dem kommenden Sommer auf Änderungen einstellen. Auch die weißen Rührstäbchen für den Kaffee, Wattestäbchen und Luftballonstangen werden endgültig verschwinden. 

Der EU-Beschluss steht schon längst.  Nun folgt die Umsetzung in Deutschland: Der Bundestag hat am Donnerstag in Berlin das Verbot bestimmter Wegwerfartikel aus Plastik beschlossen. Einwegprodukte aus Kunststoff, für die es schon jetzt gute Alternativen gibt, sollen ab 3. Juli 2021 nicht mehr verkauft werden dürfen.

Auch der Bundesrat muss bis dahin noch zustimmen. Aus den Supermarkt-Regalen und Imbissbuden verschwinden dann Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen, Wattestäbchen und Luftballonstäbe aus Plastik, außerdem Becher und Behälter für Essen aus Styropor. Ziel ist, dass weniger Plastikmüll an Stränden und im Meer landet.

Der Bund, seine Behörden und Unternehmen werden mit dem Gesetz verpflichtet, bei der Auftragsvergabe Produkte zu bevorzugen, die umweltfreundlich und ressourcenschonend – etwa aus recyceltem Material – hergestellt sind. Das berichtet „Zeit Online“ zu dem Thema.

Das soll den Absatzmarkt für solche Produkte vergrößern. Auch, wie gut Dinge sich reparieren lassen oder ob sie Schadstoffe enthalten, kann bei der Auswahl eine Rolle spielen, solang nicht zu hohe Mehrkosten entstehen.