Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) imago/Chris Emil Janßen

Die letzten Tage bis zur Bundestagswahl am 26. September könnten für Union wie SPD zur Zitterpartie werden. Zwar gehen die Sozialdemokraten erstmals seit fast 20 Jahren als Favorit in die Schicksalswoche, doch bangen sie, welche Auswirkungen die Durchsuchungen im Finanzministerium auf ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz haben.

CDU/CSU machen 2 Prozent Plus 

Im letzten ARD-Deutschlandtrend vor der Wahl ist der Vorsprung der SPD vor der Union bereits leicht geschmolzen. In der Umfrage von Infratest dimap verbesserten sich die Sozialdemokraten binnen 14 Tagen zwar um einen Punkt auf 26 Prozent – doch gleichzeitig kletterten CDU und CSU von 20 auf 22 Prozent. Die Grünen fielen um einen Punkt auf 15 Prozent zurück, und auch FDP und AfD mussten leichte Verluste hinnehmen: Sie liegen gleichauf bei 11 Prozent. Die Linke verharrt bei einem Stimmenanteil von 6 Prozent.

16 Prozent der Wähler unentschlossen

Rechnerisch möglich wären damit nach der Wahl Bündnisse von SPD und Union, die „Ampel“ aus SPD, Grünen und FDP sowie Rot-Grün-Rot (SPD, Grüne und Linke) und eine „Jamaika-Koalition“ aus CDU/CSU, Grünen und FDP.

Knapp jeder sechste Umfrageteilnehmer (16 Prozent) gab allerdings an, dass sich seine Parteienpräferenz bis zur Wahl am 26. September noch ändern könnte.

Die Entscheidung, welche Partei die künftige Regierung führen soll, fiel bei den Befragten ebenfalls denkbar knapp aus: 34 Prozent bevorzugten laut WDR eine SPD-geführte Regierung. 29 Prozent sprachen sich hingegen für eine CDU/CSU-geführte Regierung aus.