Wahlplakat der AfD. Die Partei verliert an Vertrauen.  Foto: imago images/Ralph Peters

Im Herbst wird der neue Bundestag gewählt. Wenn die Wahlberechtigten jetzt bereits abstimmen würden, könnten die Parteien laut dem neuen RTL/ntv-Trendbarometer mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 36 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), Grüne 20 Prozent (8,9%), SPD 14 Prozent (20,5%), Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 8 Prozent (12,6%) und FDP 7 Prozent (10,7%). 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%).

AfD hat in einem Jahr 5 Prozent verloren

Beim Vergleich mit der ersten Forsa-Umfrage im Vorjahr (Woche vom 6. bis 10. Januar 2020) ist die Union mit 8 Prozentpunkten der stärkste Gewinner. Die SPD hat während dieses Jahres um 2 Prozentpunkte zugelegt. Alle anderen Parteien haben verloren: Grüne minus 2 Prozentpunkte, Linke, FDP und sonstige kleinere Parteien minus 1 Prozentpunkt. Am stärksten verloren hat während dieses Jahres die AfD: minus 5 Prozentpunkte.

Vertrauen in die Kompetenz der CDU/CSU gestiegen

Wie schon am Ende des Vorjahres trauen die Bundesbürger auch Anfang 2021 am ehesten der CDU/CSU zu, „mit den Problemen in Deutschland am besten fertigzuwerden“. Wie im Dezember 2020 setzen 40 Prozent der Befragten ihr Vertrauen in die Union. 6 Prozent trauen das der SPD zu (ein Prozentpunkt mehr als im Dezember), jeweils 5 Prozent den Grünen sowie den sonstigen Parteien. 44 Prozent trauen keiner Partei politische Kompetenz zu.

Im Vergleich mit dem Jahresanfang 2020 haben sich die Einschätzungen der Deutschen deutlich verändert. Damals hatten die CDU/CSU lediglich 19 Prozent der Befragten für hinreichend kompetent gehalten, die Probleme in Deutschland lösen zu können. Während der Bekämpfung der Corona-Pandemie haben die Unionsparteien ihren Kompetenz-Wert um 21 Prozentpunkte steigern können. In derselben Zeit wuchs das Zutrauen in die Kompetenz der SPD um 2 Prozentpunkte. Die sonstigen Parteien verloren 5, die Grünen 7 Prozentpunkte.

Die Bundestagswahl findet im Herbst 2021 statt.  Foto: imago stock&people

Deutsche starten weniger pessimistisch ins neue Jahr

Nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel beurteilen die Bundesbürger die künftige Entwicklung der Wirtschaft etwas weniger pessimistisch: 28 Prozent rechnen im ersten RTL/ntv-Trendbarometer des neuen Jahres damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern werden – das ist ein Anstieg um sechs Prozentpunkte gegenüber Dezember 2020. 47 Prozent befürchten eine Verschlechterung der ökonomischen Lage, das sind sechs Prozentpunkte weniger.

Vor einem Jahr, vor Ausbruch der Pandemie, waren die Bundesbürger deutlich pessimistischer. Damals hatten nur 12 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse gerechnet. 52 Prozent äußerten die Erwartung, dass sich die ökonomische Lage verschlechtert.

Die aktuellen Daten zu Parteipräferenzen, politischer Kompetenz und Wirtschaftserwartungen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 4. bis 8. Januar 2021 erhoben. Datenbasis: 2.503 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/–2,5 Prozentpunkte.