Sahra Wagenknecht nimmt die Ostdeutschen in Schutz. imago/opokupix

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht sieht in demokratiefeindlichen Einstellungen kein vorrangig ostdeutsches Phänomen.

Entsprechende Äußerungen des Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), seien an Arroganz und Überheblichkeit nicht zu überbieten, sagte Wagenknecht im Inforadio.

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Das Problem liege vielmehr darin, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung sich von der Politik nicht mehr vertreten fühle. Das gelte für Ost wie West.

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Wanderwitz hatte mit seinen Äußerungen im „FAZ-Podcast für Deutschland“ heftige Kritik ausgelöst. Er sagte darin, er sehe bei Menschen in Ostdeutschland eine stärkere Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien als im Westen.

„Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach 30 Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind“, so Wanderwitz. Ein Teil der Bevölkerung habe „gefestigte nicht demokratische Ansichten“.