Prof. Hendrik Streeck saß auch schon bei „Markus Lanz“, nun auf dem „Riverboat“. Foto: Imago/teutopress

Es gibt viele Fragen, die sich momentan einige stellen: Wie geht es weiter mit Corona? Welche Lockerungen werden passieren? Und: Was passiert im Jahr 2021 mit dem Sommerurlaub? Nach Lockdown, Homeschooling und Isolation hoffen viele, dass es in diesem Jahr mit einer Reise klappt. Virologe Hendrik Streeck war jetzt im MDR-„Riverboat“ zu Gast – und versuchte, die Frage zu beantworten.

Hendrik Streeck zum Sommerurlaub: Virologen sind keine Hellseher

Denn die stellte ihm Moderatorin Kim Fisher direkt, berichtet „tag24“ – ein Sommerurlaub gehöre schließlich zum guten Leben, nach dem sich viele Menschen wieder sehnen. „Wir Virologen sind keine Hellseher“, sagt Streeck darauf. „Aber das Virus verhält sich ähnlich wie andere, bekannte Virusarten. Diese verlaufen in Wellen, die im Herbst und Winter ansteigen - im Sommer aber fallen.“ Er macht Hoffnung. „Deswegen könnte es gut möglich sein, dass man im Sommer zumindest in kleinerem Rahmen verreisen kann.“

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Ob er selbst Angst vor dem Virus, vor der Zukunft habe, fragt Fisher. „Als Arzt ist es ganz schlecht, Angst zu haben oder Angst zu machen. Das Leben geht auf jeden Fall weiter und da wir uns alle niedrige Fallzahlen wünschen, werden wir es gemeinsam auf jeden Fall durch die Pandemie schaffen“, sagt er. Allerdings brauche es dafür klarere Konzepte, erläutert er im Gespräch in der bekannten Talkshow.

Hendrik Streeck: Eine Pandemie ist ein Marathon, kein Sprint

Eine Pandemie sei schließlich ein Marathonlauf und kein Sprint – es sei besonders wichtig, sich mehr mit Hygienekonzepten zu beschäftigen. Streeck: „Sport mit anderen Leuten ist zum Beispiel draußen viel ungefährlicher als mit dem Fahrlehrer in einem Auto zu sitzen. Gemeinsamer Sport ist aber nicht erlaubt, Fahrschulen dürfen wieder öffnen.“ Und ein Baumarkt könne ein schlechteres Hygienekonzept haben als ein Theater. „Es ist willkürlich, wer öffnen darf und wer nicht. Sofern wir uns nicht alle einsperren können, müssen wir lernen, mit oder trotz des Virus zu leben!“