Eine Protestaktion gegen Alexander Lukaschenko in Paris imago/IP3press

Die USA haben als Reaktion auf die erzwungene Landung einer Passagiermaschine Sanktionen gegen Belarus angekündigt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte in Washington, die USA setzten kommende Woche Sanktionen gegen neun staatliche belarussische Firmen wieder in Kraft.

Zudem würden in Absprache mit der EU und weiteren Partnerstaaten gezielte Strafmaßnahmen gegen „Schlüsselfiguren des Regimes“ von Lukaschenko vorbereitet.

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Psaki bezeichnete die „gewaltsame Umleitung eines zwischen zwei EU-Hauptstädten verkehrenden Ryanair-Flugs unter falschem Vorwand“ sowie die Festnahme des regierungskritischen Bloggers Roman Protassewitsch als „direkten Angriff auf internationale Standards“.

USA fordern Freilassung politischer Gefangener

Lukaschenko müsse eine „glaubwürdige internationale Untersuchung der Ereignisse des 23. Mai“ zulassen, „alle politischen Gefangenen“ freilassen und in einen „umfassenden Dialog mit den Vertretern der demokratischen Opposition und Zivilgesellschaft“ treten, forderte die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden.