Joe Biden, Präsident der USA, während einer Pressekonferenz am Ende des Nato-Gipfels in Madrid. Es unterlief ihm ein Versprecher im Zusammenhang mit den Nato-Beitrittskandidaten.
Joe Biden, Präsident der USA, während einer Pressekonferenz am Ende des Nato-Gipfels in Madrid. Es unterlief ihm ein Versprecher im Zusammenhang mit den Nato-Beitrittskandidaten. AP/dpa/Susan Walsh

Die sehr auf ihre Neutralität bedachte Schweiz ist beim Nato-Gipfel in Madrid kurzzeitig zum Beitrittskandidaten für das Militärbündnis geworden: US-Präsident Joe Biden schilderte bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, wie es zu der historischen Entscheidung gekommen war, Finnland und Schweden in die Nato aufzunehmen. In einer Situation habe der finnische Präsident Sauli Niinistö vorgeschlagen, „die Regierungschefin der Schweiz wegen ihrer Beitrittsbestrebungen anzurufen“, sagte Biden vor Journalisten.

Präsident bemerkt Versprecher: "Die Schweiz, mein Gott..."

Der US-Präsident bemerkte seinen Versprecher aber sofort. „Die Schweiz, mein Gott... Ich habe offensichtlich wirklich sehr große Lust, die Nato zu erweitern“, scherzte er und fügte hinzu, er habe natürlich „Schweden“ sagen wollen.

Finnland und Schweden hatten nach Jahrzehnten der Bündnisneutralität angesichts des russischen Angriffskrieges in der Ukraine mit dieser Tradition gebrochen und sich um Aufnahme in die Nato bemüht. Ein Beitritt der Schweiz gilt hingegen als diplomatische Science-Fiction.

US-Präsident Biden ist seit langem für seine Versprecher von kleineren Missgeschicken bis hin zu waschechten verbalen Entgleisungen bekannt.