Der „Iron Dome“-Abwehrschild in Israel zerstört Raketen im Anflug in der Luft. imago/Zuma Wire

Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Florian Hahn (CSU), forderte die Anschaffung von Raketenabwehrsystemen nach israelischem Vorbild, konkret „einen Iron Dome für Berlin“. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei „in seinem Tyrannenwahn alles zuzutrauen“, sagte Hahn der Bild am Sonntag. „Mit unseren derzeitigen Mitteln wären wir nicht in der Lage, unsere Hauptstadt effektiv vor Raketenbeschuss zu beschützen.“

Russische Raketen können Berlin binnen Minuten treffen

Mit dem mobilen Raketenabwehrsystem (dt. „Eisenkuppel“) kann Israel bei Angriffen Kurzstreckenraketen schon im Anflug in der Luft zerstören. Russland verfügt über Marschflugkörper, die binnen weniger Minuten jeden Ort in Mitteleuropa erreichen können. Außerdem stationierte Moskau atomwaffenfähige Kurzstreckenraketen in der Exklave Kaliningrad.

Nach Ankündigung zusätzlicher Mittel für die Bundeswehr hat die Bundesregierung konkretisiert, wie das Geld eingesetzt werden soll. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) kündigte am Sonntag an, vor allem die persönliche Ausstattung der Soldaten zu verbessern.

Patrick Sensburg (CDU), der Präsident des Reservistenverbands, forderte ebenfalls eine bessere Ausrüstung und zudem mehr Soldaten für die Truppe: „Auch moderne Kommunikationsmittel sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden“, sagte Sensburg der Bild am Sonntag. Die Marine brauche Patrouillenboote und größere Schiffe. Aber dafür brauche es Personal. Sensburg forderte, die Zahl der Soldaten von derzeit rund 184.000 „auf deutlich über 200.000“ zu erhöhen.

Anschaffung von Transporthubschraubern geplant

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Wolfgang Hellmich, will dem Bericht zufolge zügig schwere Transporthubschrauber beschaffen und alles dafür tun, „damit sich die Truppen am Boden gegen Angriffe aus der Luft verteidigen können“.