Falschmeldungen kommen vor allem in sozialen Medien schnell in Umlauf (Symbolbild). Foto: Foto: imago images/Alexander Limbach

Jeder vierte Deutsche glaubt, dass Politik und Medien „unter einer Decke stecken“. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), über welche die Rheinische Post am Freitag berichtete. Demnach stimmt insgesamt ein Viertel der rund 1100 Befragten der genannten Verschwörungserzählung eher oder voll und ganz zu.

Traditionelle Medien wie öffentlich-rechtliche Sender oder Tageszeitungen werden der Umfrage zufolge am häufigsten genutzt und auch als glaubwürdig eingeschätzt. Gerade bei jungen Menschen spielen allerdings auch soziale Medien wie die Plattform Youtube eine Rolle. Besonders in den USA habe die Nutzung sozialer Medien gezeigt, wie schnell Falschmeldungen verbreitet werden können. Auch in Deutschland neigen Nutzer von Medien wie Youtube und Telegram eher zu Verschwörungstheorien, wie die Umfrage ergab.

Knapp 70 Prozent der Unter-30-Jährigen geben in der Umfrage an, die Internet-Plattform Youtube zu nutzen, um sich politisch zu informieren. Überregionale und lokale Zeitungen würden verstärkt von Menschen mit höheren Einkommen genutzt, heißt es in der Studie.

Der Umfrage zufolge denken 23 Prozent der Befragten, dass es geheime Organisationen mit großem Einfluss auf politische Entscheidungen gibt. Gut ein Viertel gibt an, der Aussage „Die Politik und die Medien stecken unter einer Decke“ eher (15 Prozent) oder voll und ganz (elf Prozent) zuzustimmen. Bei einer deutschlandweiten Befragung von Ende März hätten dieser Erzählung mit acht Prozent noch deutlich weniger Menschen Glauben geschenkt.