Ansage aus Luxemburg: Am Rand des Außenministertreffens warb Annalena Baerbock darum, Ukraine und Moldau zu EU-Beitrittskanditen zu erklären. imago/photothek.net/Felix Zahn

Während im Osten der Ukraine vor allem russische Kanonen donnern und ganze Städte zerstören, die Front sich dennoch kaum bewegt und Soldaten wie im 1. Weltkrieg kämpfen, wirbt Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für eine konkrete EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine. „Es gilt jetzt, nicht nach Schema F zu verfahren, sondern diesen historischen Moment zu nutzen und der Ukraine mit Blick auf ihre Perspektive deutlich zu machen: Ihr gehört mitten in die Europäische Union.“

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Am Donnerstag entscheiden die EU-Regierungen, ob die Ukraine Beitrittskandidat wird

Anlass ihrer Äußerungen: Der EU-Gipfel am Donnerstag, bei dem die Regierungen der 27 Mitgliedsstaaten darüber entscheiden. Die Herausforderungen für den Beitrittsprozess seien zwar „wahnsinnig groß“, sagte sie, niemand wolle aber, dass man in ein paar Jahren zurückschaue und sage: „Wie konnten wir diese Weichenstellung nicht nutzen?“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass die russischen Angriffe zu diesem Termin noch heftiger werden.

Auch dem kleinen Moldau soll der Weg in die EU eröffnet werden

Baerbock unterstützte auch den Vorschlag der EU-Kommission vom vergangenen Freitag, neben der Ukraine auch deren kleinen, noch ärmeren Nachbarn Moldau zum Beitrittskandidaten zu ernennen.  Die Regierung dort tue nicht nur alles dafür, die europäischen Werte in ihrem eigenen Land zu leben, sondern unterstützte zudem auch die von Russland angegriffene Ukraine.