Menschen stehen in einer Schlange, um Geld von einem Geldautomaten der Alfa Bank abzuheben. dpa/AP/Victor Berzkin

Während der russische Militärvormarsch in der Ukraine nicht vorankommt, beginnen die Sanktionen gegen das Land wirtschaftliche Wirkung zu zeigen: Der Wert des russischen Rubel gegenüber dem Dollar krachte in der Nacht zu Montag um 42 Prozent nach unten. Es gibt vermehrt Meldungen, dass Russen vor Geldautomaten Schlange stehen.

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Die russische Zentralbank hob den Leitzins von 9,5 auf 20 Prozent an, um den Sturzflug in eine massive Inflation zu stoppen, die direkt auf die Portemonnaies der russischen Bevölkerung wirken würde.

Außerdem wurde es den Händlern verboten, russische Wertpapiere zu verkaufen, die Ausländern gehören. Mit Kapitalspritzen und Fremdwährungsgeschäften sollen zudem heimische Geldinstitute gestützt werden.

EU-Sanktionen wegen Ukraine-Krieg greifen

Der Handel an der Moskauer Börse wurde am Montag ausgesetzt: Die EU hatte in der Nacht zum Montag ihre Sanktionen gegen die russische Zentralbank in Kraft gesetzt. Dabei sollen deren Werte im EU-Bereich eingefroren werden.

Zunächst hatten die Ukrainer wie hier in Kiew Schlange gestanden, um Geld abzuheben. Daniel LEAL / AFP

Die Strafmaßnahme gilt als ebenso schwerwiegend wie der in Kürze geplante Ausschluss einiger russischer Finanzinstitute aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift.

Bereits am Sonntag hatte Russlands Zentralbank angesichts des bevorstehenden Ausschlusses aus Swift den heimischen Banken Unterstützung zugesichert. Es gebe genügend Kapital und Liquidität.