Ein Auszug aus dem veröffentlichten Video: Die Stadt Mariupol ist schwer zerstört. Twitter

Mariupol. Der Name dieser Stadt läuft seit Tagen in den Nachrichten rauf und runter. In der ukrainischen Hafenstadt am asowschen Meer lebten einst mehr als 440.000 Menschen. Die Stadt galt als Industriezentrum, beherbergte eine Technische Hochschule, Museen und Theater. Doch schon im Jahr 2014 änderte sich das. Nach der Annexion der Krim durch Russland, begehrten prorussische Separatisten auf, griffen mit Raketen an.

Die ukrainische Regierung konnte die Stadt mit Hilfe des rechtsextremen Regiments Asow halten. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine Ende Februar diesen Jahres ist der Krieg, der eigentlich nie wirklich fort war, zurück in Mariupol. Putins Armee schloss die Stadt immer weiter ein, schnitt sie von der Außenwelt ab. Die Lage ist dramatisch, nun schockt ein Video aus der Hafenstadt das Internet.

Video zeigt die Zerstörung von Mariupol

Das Video zeigt Luftaufnahmen, die nicht direkt menschliches Leid, dafür aber die Zerstörung einer einst florierenden Stadt zeigen. Veröffentlicht wurden diese Aufnahmen von Ukrainischen Behörden – und sie scheinen echt zu sein. Auch der britische Journalist Shaun Walker vom Guardian, der sich seit vielen Jahren mit Themen aus Osteuropa beschäftigt, teilte diesen Clip.

Auf den Aufnahmen ist eine Stadt zu sehen, von der nicht mehr viel übrig ist. Überall stehen hohe Rauchsäulen, an ihren Füßen zerstörte Gebäude. Viele der Häuser sehen aus wie normale Wohnhäuser. Aus einigen schlagen noch Flammen, andere sind nur noch verfallene Ruinen. Einen Ton hat das Video nicht.

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Es sind dramatische Bilder aus einer Stadt, in der die Menschen bereits seit vielen Tagen unter fürchterlichen Bedingungen ausharren. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch haben die Bewohner von Mariupol bereits seit dem 2. März keinen Zugang zu Strom und Wasser. Während die ukrainische Regierung immer wieder versucht, die Stadt zu evakuieren, soll das russische Militär immer wieder Konvois mit Hilfsgütern abfangen.

Mehr als 2000 Zivilisten in Mariupol getötet

Laut ukrainischen Angaben sind bereits mehr als 2000 Zivilisten in der Stadt ums Leben gekommen. In den Berichten heißt es auch: Die russische Armee würde gezielt Wohngebäude attackieren. Die Bilder in dem Video scheinen das genauso zu belegen, wie die verheerenden Aufnahmen aus einer Geburtsklinik in der Stadt, die von der russischen Armee bombardiert wurde.

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Eine der hochschwangeren Frauen, die nach dem russischen Angriff verletzt aus dem Gebäude getragen wurde, ist inzwischen verstorben. Auch ihr ungeborenes Kind überlebte nicht.