Die jetzt entlassene ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa begleitete Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne, r.) im Mai zu einem Massengrab in Butscha.
Die jetzt entlassene ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa begleitete Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne, r.) im Mai zu einem Massengrab in Butscha. AP/Efrem Lukatsky

Knapp fünf Monate nach Kriegsbeginn hat Russlands Verteidigungsministerium die  Ausweitung von Angriffen auf die Ukraine bekräftigt. Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe die gezielte Zerstörung von ukrainischen Raketen und Artillerie angeordnet, „aus denen Wohngebiete in Orten im Donbass beschossen werden“, teilte die Behörde am Montag mit.

Lesen Sie auch: Vetternwirtschaft? RBB-Intendantin unter Druck >>

Russland strebt in der Ostukraine neben Luhansk auch die Eroberung des Gebiets Donezk an. Darüber hinaus stört sich Moskau sehr an westlichen Waffenlieferungen für die  Ukraine, mit denen diese zuletzt vor allem im Süden Gegenangriffe startete.

Russische Verbrecher werden Söldner im Krieg gegen die Ukraine

Nach britischem Geheimdienst hat Russland allerdings Probleme: Die Söldnertruppe Wagner müsse zunehmend Lücken bei regulären Truppen schließen. So hätten die Wagner-Kämpfer wohl in jüngsten Gefechten eine zentrale Rolle gespielt. Dabei hätten die Söldner schwere Verluste hinnehmen müssen, so dass jetzt verurteilte Kriminelle und zuvor abgelehnte Bewerber rekrutiert würden.

In den Augen des ukrainischen Präsidenten  Wolodymyr Selenskyj haben die Russen auf einem anderen Feld zu große Erfolge: Nachdem 651 Ermittlungsverfahren wegen Hochverrats und Kollaboration mit Russland eingeleitet worden waren, die sich gegen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft und des Geheimdienstes SBU richten, entließ er Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa und SBU-Chef Iwan Bakanow.