Die Moskwa 2008 im Hafen von Sewastopol. Gebaut worden war sie zu UdSSR-Zeiten in der ukrainischen Hafenstadt Mykolajiw am Fluss Bug. AP

Die Zerstörung und mutmaßliche Versenkung des russischen Lenkwaffenkreuzers „Moskwa“ im Schwarzen Meer hat im Internet sofort  zur Verhöhnung der russischen Marine geführt. Im Netz wird die Moskauer Version nicht geglaubt, die angeblich geborgene Mannschaft selbst habe versehentlich ein Feuer verursacht, das zu einer Explosion von Munition geführt habe. Vielmehr neigt man zur ukrainischen Version, dort entwickelte Raketen hätten den vor 40 Jahren in Dienst gestellten Kreuzer außer Gefecht gesetzt.

Eine Reihe von Memes bei Twitter greifen auf, dass ukrainische Bauern häufig aufgegebene Panzer der Russen mit ihren Treckern abschleppten.

Andere Spötter zielen auf russische Würdenträger ab, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, hier Außenminister Sergej Lawrow:

Für das ukrainische Selbstbewusstsein ist der russische Verlust besonders wertvoll, hatte die „Moskwa“ doch am Anfang des Kriegs der kleinen Besatzung der Schlangeninsel mit Vernichtung gedroht, falls sie nicht kapituliert. Die Ukrainer funkten zurück: „ Russisches Kriegsschiff, fick dich.“ Sie mussten sich dann doch ergeben, der von der Ukraine zunächst behauptete Heldentod fand nicht statt.

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Die Ukraine gab am Mittwoch eine Briefmarke heraus, auf der ein Soldat dem Schiff den Stinkefinger zeigt. Im Netz wurde das Motiv sofort aktualisiert:

Natürlich bekommt der russische Präsident Wladimir Putin, der den Krieg immer einer „militärische Spezialoperation“ nennt, sein Fett weg:

In  weiteren Tweets wird russische Propagandasprache gegen Moskau gewendet, das von seinem blutigen und bislang erfolglosen Feldzug immer behauptet, er verlaufe nach Plan:  „An Bord des Kreuzers Moskwa kam es infolge eines geplanten Brandes zu einer geplanten Explosion der an Bord gelagerten Munition. Das Versenken der Moskwa erfolgt jetzt streng nach Plan.“

Russischen Propagandisten wird in den Mund gelegt, die Moskwa kämpfe als U-Boot weiter, was auch dieses Bild nahelegt:

Bleibt zu hoffen, dass Moskau wenigstens die Wahrheit gesagt hat, man habe das Schiff evakuiert, die Mannschaft gerettet.