Odessa bereitet sich mit Sandsäcken auf russische Angriffe vor, die Reklame des Nachtclubs wirkt bizarr. imago/Manu Bruque

Die Kampfhandlungen in der Ukraine scheinen in weiten Teilen auf der Stelle zu treten. Die russische Armee bejubelt jetzt bereits, dass Truppen der selbsternannten Volksrepubliken Donetsk und Luhansk vier Dörfer eingenommen hätten und vier Kilometer auf ukrainisches Gebiet vorgerückt seien. Die Ukraine verkündete, ihre Truppen hätten einen Vorort von Kiew zurückerobert. Im Westen des Landes habe man ein Sabotage-Kommando festgesetzt, das auch Präsident Wolodymyr Selenskyj habe ermorden sollen.

US-Präsident Joe Biden, der am Mittwoch wegen des Ukraine-Kriegs zu Nato-, EU- und G7-Treffen nach Brüssel und dann nach Warschau reisen wird, sieht den russischen Präsidenten Wladimir Putin inzwischen „mit dem Rücken zur Wand“: Der von Moskau behauptete Einsatz von bislang zwei praktisch nicht abzufangenden Hyperschall-Raketen sei kein Zeichen von Stärke, sondern von Schwäche, weil Putins Truppen nur bei ihnen sicher sein könnten, dass sie ihr Ziel erreichen.

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Russlands Versuche, eigene Verluste zu verheimlichen, erlitten ein Fiasko: Die Kreml-nahe „Komsomolskaja Prawda“ hatte versehentlich für kurze Zeit einen Artikel online, in dem unter Berufung auf das Verteidigungsministerium von 9861 gefallenen Soldaten sowie über 16.000 Verwundeten die Rede war.