Putin bei der Rede vor Soldaten: War der Russen-Diktator betrunken?
Putin bei der Rede vor Soldaten: War der Russen-Diktator betrunken? AFP/Mikhail Metzel

Nanu, ein betrunkener russischer Präsident? Ein eher ungewöhnliches Bild muss sich geladenen Gästen im Moskauer Kreml dieser Tage geboten haben. Auf einem Video ist Russen-Diktator Putin zu sehen und scheint ziemlich beschwipst eine Rede zu halten. Dabei hält er ein Sektglas in der Hand und schwadroniert über den russischen Krieg gegen die Ukraine. 

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Doch die Worte, die er spricht, klingen dabei alles andere als gerade. So scheint er mehrmals zu stocken und zu lallen. Während der Rede zu einer Verleihung der Auszeichnung für die „Helden Russlands“ schwankt er zudem leicht, hält mal wieder einen schier endlosen Monolog. Ungewöhnlich für Putin, der sonst als größtenteils alkoholabstinent gilt.

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Wladimir Putin gibt Angriffe auf zivile Infrastruktur in der Ukraine zu

Interessant ist jedoch auch, was Putin mit seinem Gelalle ausplaudert. So gab der russische Herrscher freimütig zu, dass Russland die ukrainische Energieinfrastruktur angreife, nur um die Schuld direkt der Ukraine in die Schuhe zu schieben. „Ja, wir tun das. Aber wer hat das angefangen? Wer hat die Krimbrücke angegriffen?“, fragte Putin die Anwesenden.

Militärexperten sind sich jedoch sicher, dass die Angriffe schon viel länger geplant waren. Schließlich müsse ein solcher Angriff mit Zielkoordinaten vorbereitet werden, hieß es unter anderem vom Institute for the Study of War. Allein die Koordinaten habe das russische Militär nicht mal eben in den zwei Tagen zwischen dem Angriff auf die Krimbrücke und den Raketenschlägen auf zivile Ziele in der Ukraine gesammelt.

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Rede erinnert an betrunkenen Boris Jelzin

Dann führt der Kreml-Herrscher weiter aus, dass die Ukraine die Wasserversorgung der Stadt Donezk blockiere und geht gar soweit, dies einen „Akt des Völkermords“ zu nennen. So rechtfertigt Putin die Angriffe auf die Ukraine und die grausamen Gewalttaten seiner Soldaten an Zivilisten. Massengräber mit mehreren hundert toten Zivilisten wurden bereits entdeckt. Die Städte Mariupol, Butscha und Irpin gelten als Synonyme für grausame Kriegsverbrechen an den Ukrainern.

Der Auftritt dürfte viele Russen derweil an den Vorgänger Putins erinnern. Der russische Präsident Boris Jelzin war ständig betrunken, empfing sogar US-Präsidenten im Suff. Als der Alt-Präsident schließlich abtrat, überließ er Putin das Feld. Der hatte sich zuerst als Chef des KGB-Nachfolge-Geheimdienstes FSB und später als Ministerpräsident einen Namen gemacht. Auch an die Macht kam er damals durch eine Gewalttat: Er fachte den Krieg gegen die abtrünnige Teilrepublik Tschetschenien neu an.