Auf dem Landweg wird ukrainischer Weizen weite Wege in die rumänische Hafenstadt Konstanza gebracht und dort verladen. AFP/Daniel Mihailescu

Die russische Führung soll mit der Ukraine und der Türkei einen Weg eröffnet haben, Getreide aus dem bisher blockierten Schwarzmeerhafen Odessa zu exportieren.

Türkischer Geleitschutz in ukrainischen Gewässern

„In den Hoheitsgewässern des Nachbarlands übernehmen türkische Militärs die Minenräumung und sie werden auch die Schiffe bis in neutrale Gewässer begleiten“, schrieb die kremlnahe Tageszeitung „Iswestija“ am Montag unter Berufung auf Regierungskreise.

Später würden russische Kriegsschiffe die Getreidefrachter bis zum Bosporus eskortieren. Russlands Außenminister Sergej Lawrow wird am Mittwoch in Ankara zu Gesprächen erwartet. Laut Iswestija soll der Plan dort im Detail abgestimmt und abgesegnet werden.

Angst vor weltweiter Hungersnot

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Preise für Lebensmittel in die Höhe getrieben. Die Ukraine ist einer der größten Getreideexporteure weltweit. Die russische Blockade ukrainischer Häfen hatte deshalb speziell in den armen Ländern Afrikas zu Befürchtungen vor einer Hungersnot geführt.

Zuletzt empfing Kremlchef Wladimir Putin deswegen den Präsidenten der Afrikanischen Union (AU), Senegals Staatschef Macky Sall, der um Freigabe ukrainischen Weizens warb.

Die Kämpfe in der Ukraine gehen unterdessen unvermindert weiter. Russlands Präsident Wladimir Putin stieß Drohungen aus, weil Briten und Deutschland Raketenwerfer großer Reichweite an die Ukraine liefern wollen, die damit russische Artillerie zerstören soll.