Bundestagspräsidentin Bärbel Bas traf in Kiew den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. dpa/Pressedienst Präsidentenbüro

Begleitet von einer neuen Schreckensmeldung hat Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) in Kiew an den dortigen Feierlichkeiten zum Jahrestag des Kriegsendes 1945 teilgenommen: Am Morgen war bekannt geworden, dass ein russischer Bombenangriff auf ein Schulgebäude im Osten der Ukraine das Leben von 60 Menschen gefordert haben könnte, die dort Schutz gesucht hatten.

Gedenken an deutschen Massenmord in der Ukraine

Bas, die auf Einladung des ukrainischen Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk für einen Tag per Bahn angereist war,  legte im Namen des Bundestags an zwei Orten in Kiew Kränze nieder: Am Grabmal des Unbekannten Soldaten hoch über dem Dnipro und in der Schlucht Babyn Jar, in der deutsche Einheiten binnen zwei Tagen des September 1941 über 33.000 jüdische Kinder, Frauen und Männer erschossen hatten.

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Bärbel Bas reiste mit der Eisenbahn nach Kiew. Twitter/Enrico Brissa/Bundestag

Die Bundestagspräsidentin traf auch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und Ministerpräsident Denys Schmyhal zusammen. Sie war damit die höchstrangige Repräsentantin Deutschlands, die nach Beginn des russischen Überfalls am 24. Februar die Ukraine besuchte: Protokollarisch steht sie hinter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und vor Bundeskanzler Olaf Scholz.

Ob und wann Steinmeier oder Scholz nach Kiew reisen, ist weiterhin offen.

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas am Grabmal des Unbekannten Soldaten in Kiew. Twitter/Enrico Brissa/Bundestag