In Moskau unerwünscht: Hollywood-Schauspieler Morgan Freeman. imago/Reporters

Mit harschen Sanktionen gegen Russlands Elite reagierten die USA auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine – nun schlägt Moskau zurück. Auf einer neu veröffentlichten Liste wird mehr als 960 US-Bürgern unter anderem die Einreise nach Russland versagt. Ob tot oder lebendig, scheint dem Kreml dabei egal zu sein.

Am Samstag hatte das russische Verteidigungsministerium eine aktualisierte Liste von 963 Amerikanern veröffentlicht, die in Russland nicht mehr willkommen sind. Die Liste enthält die Namen von US-Präsident Joe Biden, zahlreichen Vertretern seiner Regierung sowie CIA-Chef William Burns und FBI-Direktor Christopher Wray.

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„Der Sohn des Präsidenten, Hunter Biden, ist ebenso aufgeführt wie die frühere Außenministerin Hillary Clinton“, berichtete die Washington Post über die aufgeführten Personen. Dass Spitzenpolitiker wie auch Vizepräsidentin Kamala Harris oder die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi nicht einreisen dürfen, ist wenig verwunderlich. Verstörend ist nur, dass auch Namen bereits verstorbener Prominenter gelistet sind!

Hollywoodstars und Technologie-Manager unerwünscht

Sanktioniert werden etwa die Senatoren John McCain (gestorben 2018), Harry M. Reid (gestorben 2021) und Orrin G. Hatch (gestorben 2022). McCain ist Vietnamveteran, langjähriges Mitglied des US-Kongresses und Kandidat für die US-Präsidentschaft im Jahr 2008, als er den Kampf um das Weiße Haus gegen Barack Obama verlor.

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Ebenfalls auf der Liste stehen der Hollywoodstar Morgan Freeman und sein Filmemacherkollege Rob Reiner. Reiner war 2017 an der Förderung eines Komitees zur Untersuchung und Aufdeckung russischer Angriffe auf die Demokratie beteiligt und Freeman erschien in einem Video, das auf der Website der Organisation veröffentlicht wurde.

Des Weiteren haben auch Manager von US-Technologieriesen, wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Brad Smith von Microsoft, striktes Einreiseverbot.

Nur Donald Trump fehlt auf der Sanktionsliste

Auffällig ist aber, dass ein prominenter Name fehlt – der von Ex-Präsident Donald Trump und dessen Regierung. Mit Ausnahme des früheren Außenministers und Trump-Kritikers Mike Pompeo sind alle weiterhin in Russland willkommen!