Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, berichtet über die Lage am Arbeitsmarkt.
Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, berichtet über die Lage am Arbeitsmarkt. dpa/Daniel Löb

Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich nach Angaben der Bundesagentur  für Arbeit trotz vielerlei Problemen stabil. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2022 auf 2,454 Millionen gestiegen, das waren 20.000 mehr als im November und 124.000 mehr als vor einem Jahr. Ohne die übliche Zunahme im Winter und ohne Arbeit suchende ukrainische Flüchtlinge wären es aber weniger als vor einem Jahr gewesen.

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„Die Arbeitslosigkeit hat im Dezember wie in diesem Monat üblich mit Beginn der Winterpause zugenommen“, sagte Behördenchefin Andrea Nahles. Im Dezember wächst die Zahl der Arbeitslosen nahezu in jedem Jahr, weil unter anderem befristete Verträge in der Regel zum Jahresende auslaufen, und die Unternehmen in dem Monat weniger neue Beschäftigte einstellen.

Minimaler Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember

Bereinigt um diese „saisonalen Einflüsse“ ging die Zahl der Arbeitslosen zwar um 13.000 gegenüber dem November zurück. So aber stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 5,4 Prozent.

In Berlin dagegen sank sie gegenüber dem November um 0,1 Punkte auf 8,6 Prozent. Im Vergleich zum Dezember 2021 gab es ein Minus von 0,2 Punkten. 175.050 Arbeitslose standen knapp 19.000 gemeldeten offenen Stellen gegenüber.

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In Brandenburg stieg die Quote gegenüber November um 0,1 Punkte auf 5,7 Prozent, gegenüber dem Vorjahres-Dezember um 0,3 Punkte. Arbeitslos gemeldet waren zuletzt 75.733 Brandenburger. Knapp 25.800 offene Stellen waren gemeldet.

Weihnachtsgeschäft half dem Arbeitsmarkt

Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg habe das Weihnachtsgeschäft geholfen, weil bei Handel, Logistik und Zeitarbeit gut zu tun war, erklärte Ramona Schröder, die Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Arbeitsagentur.

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Die deutschen Arbeitsagenturen zahlten zuletzt im Zuge der wirtschaftlichen Unsicherheiten merklich mehr Kurzarbeitergeld, allerdings stammen diese Daten aus dem Oktober 2022:  In diesem Monat erhielten 163.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Im Dezember zeigten Unternehmen für 91.000 Mitarbeiter Kurzarbeit an.