Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Foto: AFP/Oliver Douliery

US-Präsident Donald Trump dreht sich die Dinge gern einmal, wie er sie braucht. Ob sie dabei etwas mit der Wahrheit zu tun haben, ist da nicht weiter wichtig. Jüngst erschien es ihm wichtig, zu behaupten, dass Kinder „fast immun“ gegen das Coronavirus sind. Damit diese Falschbehauptung keine Menschenleben kostet, haben Facebook und Twitter nun reagiert.

Facebook löschte einen Video-Ausschnitt aus einem Interview mit Trumps Haussender „Fox News“, den der Präsident auf seiner Seite geteilt hatte. Das Video enthalte „falsche Behauptungen“, erklärte ein Facebook-Sprecher. Es verstoße damit gegen die Regularien des Unternehmens, wonach auf den Seiten des Unternehmens keine Falschinformationen zu der Pandemie verbreitet werden dürften.

Twitter ging da sogar noch einen Schritt weiter und sperrte das Konto von Trumps Wahlkampfteam vorübergehend komplett. Das Unternehmen begründete die Maßnahme ebenfalls damit, dass eine platzierte Botschaft falsche Informationen über die Corona-Pandemie enthalte. An das Trump-Team erging das Ultimatum: Erst wenn der irreführende Tweet über eine angebliche Beinahe-Immunität von Kindern gelöscht sei, würde der Account wieder freigegeben.

Facebook und Twitter gingen zuletzt verstärkt gegen Fake-News vor – und treffen dabei auch immer wieder Donald Trump. Erst kürzlich musste der ein Video löschen, in dem für die Verwendung des Malariamittels Hydroxychloroquin geworben wurde. Experten halten das Medikament für nicht nützlich und teilweise sogar schädlich.