Trump nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus.  Foto: AFP/Win McNamee

Anfang Oktober 2020 berichteten Medien aus aller Welt tagelang über die Corona-Erkrankung des damaligen US-Präsidenten. Was keiner ahnte: Offenbar wurden wir alle über den wahren Gesundheitszustand von Donald Trump getäuscht. Erst jetzt enthüllt die New York Times, wie wie ernst sein Zustand wirklich war.

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Der Zeitung zufolge war er nämlich deutlich schwerwiegender erkrankt, als das Weiße Haus eingeräumt hatte. Die Times berichtet unter Berufung auf vier nicht namentlich genannte Quellen, dass Trumps Sauerstoffsättigung im Blut vor seiner Verlegung ins Krankenhaus auf kritische Wert gefallen war. Trump soll zudem auf Röntgenbildern erkennbare Anzeichen einer Lungenentzündung gehabt haben.

Sagten offenbar nicht die Wahrheit: das Mediziner Team der Walter-Reed-Klinik.  Foto: imago images/UPI Photo

Der 74-jährige Trump war Anfang Oktober 2020 wegen einer Covid-Erkrankung mit dem Hubschrauber in ein Militärkrankenhaus gebracht worden. Dort wurde er während eines dreitägigen Aufenthalts nach offiziellen Angaben unter anderem mit einem experimentellen Antikörper-Mittel von Regeneron, dem Viren-Hemmer Remdesivir und dem Steroid Dexamethason behandelt. Experten sahen bereits im Einsatz der Medikamente Hinweise für einen schwereren Verlauf der Erkrankung.

Sauerstoffsättigung unter 80 Prozent

Der New York Times zufolge soll Trumps Sauerstoffsättigung damals zeitweise nur noch über 80 Prozent gelegen haben. Experten betrachten weniger als 90 Prozent für gewöhnlich als kritischen Zustand. Eine so niedrige Sauerstoffsättigung ist einer der Gründe für den Einsatz von Dexamethason. Das Weiße Haus hatte damals offiziell davon gesprochen, dass Trumps Sättigung zeitweise auf 93 Prozent gefallen war.

Der frühere Präsident hatte sich dem Bericht zufolge trotzdem zunächst geweigert, das Weiße Haus zu verlassen, um sich stationär behandeln zu lassen. Trump soll erst nachgegeben haben, als Mitarbeiter ihm klar machten, dass er entweder freiwillig gehen könne – oder warten könne bis der US-Geheimdienst ihn dorthin bringe. Das berichteten zwei mit Trumps Krankheitsfall vertraute Personen der Zeitung.

Mit einem Ausflug aus der Klinik gefährdete Trump diverse Mitarbeiter.  Foto: Twitter/Team Trump

Trump fragte: „Muss ich sterben?“

Als ihm der Ernst der Lage mit deutlichen Worten klar gemacht worden war, soll Trump die Mediziner gefragt haben: „Muss ich sterben?“

Unterdessen versuchte Trumps medizinisches Team, die Schwere seiner Erkrankung herunterzuspielen und erklärte den Medien, dass es ihm bereits besser gehe. Tatsächlich galt Trump mit 74 Jahren und Übergewicht jedoch als Risikopatient.