President Donald Trump dances after a campaign rally at Gerald R. Ford International Airport, early Tuesday, Nov. 3, 2020, in Grand Rapids, Mich. (AP Photo/Evan Vucci)

Wegen der Verwendung des weltbekannten Hits „YMCA“ bei jüngsten Wahlkampfauftritten des amerikanischen Präsidenten Donald Trump wollen die Inhaber der Urheberrechte gerichtlich vorgehen. Wegen Diebstahls geistigen Eigentums soll sowohl in Frankreich als auch in Amerika geklagt werden, wie unter anderem der Nachrichtensender France Info am Freitag unter Berufung auf den französischen Anwalt Richard Malka berichtete.

Der Jurist vertritt die Rechte-Inhaber an dem Welthit der amerikanischen Disco-Band „Village People“ aus dem Jahr 1978, darunter das französische Musiklabel Scorpio Music. Das Lied wurde zusammen mit dem Amerikaner Victor Willis von den beiden Franzosen Jacques Morali und Henri Belolo komponiert.

In den letzten Tagen der US-Präsidentschaftskampagne sei das Lied massiv und nicht autorisiert durch Trump und sein Team bei dessen Auftritten und als Soundtrack eines weltweit verbreiteten Videos verwendet worden, wie der Radiosender unter Berufung auf den Anwalt berichtete.

Hymne der Homosexuellen-Bewegung

Die beiden französischen Musikproduzenten hatten die Disco-Band Village People gegründet, deren Mitglieder unter anderem als Cowboy, Soldat, Lederfetischist und Polizist verkleidet auftraten. Der Titel des Songs basiert auf der Abkürzung des Christlichen Vereins Junger Männer (Young Men's Christian Association) - das Lied wurde zur Hymne der homosexuellen Bewegung.

Nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA sprach Henri Belolos Sohn Jonathan in einer Mitteilung mit Blick auf die Trump-Kampagne von einer „illegalen Aneigung“.