US-Präsident Trump will abtreten, wenn Joe Biden von den Wahlmännern gewählt wird. Foto: AFP

Gut drei Wochen nach seiner Wahlniederlage hat US-Präsident Donald Trump erstmals seinen Rückzug für Mitte Dezember in Aussicht gestellt. „Sicher werde ich das tun. Und Sie wissen das“, sagte Trump am Donnerstag anlässlich des Feiertags Thanksgiving vor Journalisten auf die Frage, ob er das Weiße Haus verlassen würde, sollte das Wahlkollegium Bidens Sieg bestätigen. Das Treffen der Wahlleute ist für den 14. Dezember angesetzt.

Der abgewählte Präsident fügte jedoch hinzu, dass das Electoral College in dem Fall einen „Fehler“ begehen würde. Trump behauptete erneut, dass es bei der Präsidentschaftswahl am 3. November „massiven Betrug“ gegeben habe. Die Wahlinfrastruktur in den USA sei wie in einem „Dritter-Welt-Land“, sagte er vor Journalisten.

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In den USA wird der Präsident nicht direkt durch die Wähler, sondern durch ein Kollegium von Wahlleuten gewählt, die dem Electoral College angehören. Das Wahlkollegium setzt sich aus 538 Wahlleuten zusammen. Sie werden am 14. Dezember in ihren Bundesstaaten ihre Stimmen abgeben. Für den Einzug ins Weiße Haus sind mindestens 270 der 538 Stimmen erforderlich.

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Biden kommt durch den Urnengang vom 3. November auf 306 Wahlleute – Trump auf 232. Trotz des deutlichen Vorsprungs weigert sich Trump seit Wochen, seine Wahlniederlage anzuerkennen und behauptet, die Wahl sei manipuliert worden.

Wahlverantwortliche auch von Trumps Republikanern weisen die Betrugsvorwürfe des amtierenden Präsidenten entschieden zurück, Behördenvertreter sprachen gar von der „sichersten Wahl der US-Geschichte“.

Biden soll am 20. Januar als neuer US-Präsident vereidigt werden.