US-Präsident Donald Trump ist sich sicher, dass er den Nobelpreis „für viele Sachen“ verdient hätte. Foto: Imago Images/Mike Stocker

Oslo - Ein norwegischer Parlamentsabgeordneter hat US-Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis nominiert. Christian Tybring-Gjedde von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei lobte am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite Trumps Engagement für das Abkommen zwischen den Vereinten Arabischen Emiraten und Israel.

„Das Abkommen könnte den Weg freimachen für einen dauerhaften Frieden zwischen vielen arabischen Ländern und Israel“, so Tybring-Gjedde. Er hoffe, dass das Nobelkomitee beurteilen könne, was Trump international erreicht hat, und nicht über etablierte Vorurteile gegenüber dem Präsidenten der USA stolpere.

Trump reagierte auf die Nominierung bei Twitter: „Vielen Dank!“ Zudem retweetete der US-Präsident eine Reihe von Links zu Medienberichten und Glückwünsch-Tweets. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte im Fernsehsender Fox News: „Dieser Präsident hat Frieden rund um die Welt geschaffen.“

Nobelpreis „für viele Sachen“ verdient

Trumps Berater für Nationale Sicherheit, Robert O'Brien, hatte umgehend nach Ankündigung der Vereinbarung zwischen Israel und den Emiraten den US-Präsidenten als „Spitzenreiter“ für den Friedensnobelpreis ins Gespräch gebracht. Trump selbst hatte bereits im vergangenen Jahr gesagt, er würde den Nobelpreis „für viele Sachen“ bekommen - „wenn man sie fair vergeben würde, was nicht der Fall ist“. Trumps Vorgänger Barack Obama war bereits zu Beginn seiner Amtszeit mit einem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Für den diesjährigen Friedensnobelpreis, dessen neuer Preisträger immer im Oktober bekanntgeben wird, kommt die Nominierung unterdessen zu spät. Ende Februar hatte das norwegische Nobelkomitee mitgeteilt, dass bis zum Ablauf der Frist 317 Kandidaten nominiert wurden. (mit dpa)