Wohl bald ein teures Gut - die Preise für Toilettenpapier sollen spürbar anziehen. imago/Ralph Peters

Alles wird teurer. Klopapier macht da wohl keine Ausnahme. Glaubt man einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, will der schwedische Konzern Essity, zu dem die Marken Zewa und Tempo gehören, in Preisverhandlungen mit dem Einzelhandel einen Aufschlag von mindestens fünf Prozent durchsetzen. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Handel dies an die Kunden weitergeben würde, was das Toilettenpapier im Winter deutlich teurer werden ließe.

Essity-Chef Magnus Groth begründete den geplanten Aufschlag in der „FAS“ mit steigenden Kosten für Energie und Fracht, aber auch einer wieder deutlich zunehmenden Nachfrage nach Altpapier und Zellstoff. Essity hat die Preise demnach im Frühjahr schon einmal um fünf Prozent erhöht, dies habe sich aber nicht so stark auf die Einzelhandelspreise ausgewirkt.

Laut Statistischem Bundesamt lag der Durchschnittspreis für eine Rolle Klopapier im Sommer 2021 etwa auf demselben Niveau wie im Winter 2020, also vor Beginn der Corona-Pandemie. Im vergangenen Jahr hatten viele Deutsche aus Furcht vor Lieferengpässen Klopapier gehortet. Damit sei jedoch nun nicht zu rechnen, betonte Groth. „Die Rohstoffe sind verfügbar, unsere Fabriken laufen ohne Einschränkungen“, sagte der Essity-Chef der „FAS“.