SPD-Chefin Saskia Esken hat am Sonntag dafür plädiert, Homeoffice verpflichtend anzuordnen. Foto: Imago Images/Stefan Boness

SPD-Chefin Saskia Esken will deutsche Firmen gesetzlich dazu verpflichten, ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken. Das sagte Esken am Sonntag in der aus Berlin ausgestrahlten Sendung Anne Will. Esken sagte wörtlich: „Wir werden in den Unternehmen möglicherweise über den Appell hinaus jetzt Homeoffice auch anordnen müssen.“ Zwar räumte sie ein: „Der Straßenkehrer kann nicht zu Hause kehren, sonst ist die Straße nicht sauber.“ Dennoch müsse man „wirklich zusehen, dass wir wesentlich weniger Menschen im ÖPNV haben“.

Zudem sorgte Esken mit einem weiteren Vorstoß für Aufsehen. Sie sagte: „Ich denke, dass auch die Unternehmen die Pflicht haben, ihre Mitarbeiter zu testen, ein bis zweimal die Woche.“

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Auf die Forderung, Firmen per Gesetz dazu zu zwingen, ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken, konterte ausgerechnet Corona-Hardliner Markus Söder (CSU): „Was wir brauchen, ist Homeoffice so viel wie möglich und wo immer es geht. Aber nicht mit einer gesetzliche Verpflichtung, sondern stattdessen mit steuerlichen Erleichterungen“. Vielmehr solle man für die Firmen „Anreize setzen“.

Dann richtete er das Wort direkt an Esken. Söder: „Die Gewerkschaften, Frau Esken, sagen auch, dass sie jetzt keine Verpflichtung haben wollen.“