Kinder in einem Flüchtlings-Camp bei Aleppo. imago/Zuma Wire

Die Welthungerhilfe befürchtet trotz der vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Verlängerung der Syrien-Hilfen eine Hungerkatastrophe in dem Bürgerkriegsland.

Wie der Syrien-Koordinator der Welthungerhilfe, Witschel, auf NDR Info sagte, werde mit der Resolution lediglich der katastrophale Status quo aufrechterhalten. Er verwies dabei auch auf drei Millionen Not leidende Menschen in der Region.

Zwei Drittel von ihnen lebten in improvisierten Camps unter teils furchtbaren Bedingungen. Witschel betonte, trotz aller Anstrengung könne man jeden Monat Hunderttausende Menschen nicht erreichen. Er sprach von einer erheblichen Versorgungslücke, auch angesichts fehlender finanzieller Mittel.

Das höchste Gremium der Vereinten Nationen hatte sich gestern darauf verständigt, den einzigen noch nicht von der Regierung kontrollierten Grenzübergang im Nordwesten Syriens ein weiteres Jahr für Hilfslieferungen offen zu lassen.