Eltern fordern die Anschaffung solcher Luftfiltergeräte, doch ist das sinnvoll? dpa/Hauke-Christian Dittrich

Die Delta-Variante könnte im Herbst wieder für Corona-Ausbrüche an Schulen führen und für Schließungen sorgen. Um das zu vermeiden, fordern Eltern, Lehrer und Experten seit Monaten die Anschaffung von Luftfiltern. Und ebenso lange wird darüber gestritten, ob die Anlagen überhaupt sinnvoll sind. Das stellt jetzt eine Studie der Universität Stuttgart infrage ...

Denn der Untersuchung nach ist die Wirkung mobiler Luftfilter in Klassenräumen zum Schutz gegen das Coronavirus begrenzt. Die Experten der Universität Stuttgart sprechen sich in ihrer Analyse im Auftrag der Stadt Stuttgart dagegen aus, solche Geräte für alle Schulen anzuschaffen.

Keine Anschaffung für alle Schulen empfohlen

In der Studie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: „Basierend auf den Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt ist der flächendeckende Einsatz von Luftreinigungsgeräten nicht indiziert (angezeigt).“

Geräte kein Ersatz fürs Stoßlüften

In einzelnen Klassenräumen, die zu kleine oder zu wenige Fenster haben, sollte aber der Einsatz mobiler Geräte oder der Einbau stationärer Filter geplant werden.

Die Experten des Instituts für Gebäudeenergetik, Thermotechnik und Energiespeicherung hatten für die Studie ein halbes Jahr lang an zehn Stuttgarter Schulen die Wirkung der Filter gemessen. Sie warnen nun, die Geräte seien kein Ersatz für das Stoßlüften in Pausen.

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„Beim Einsatz von Luftreinigungsgeräten sollte generell beachtet werden, dass diese keine Alternative zu einem Außenluftwechsel darstellen, sondern lediglich als Unterstützung zur Partikel- und potenziellen Virenreduktion im Raum eingesetzt werden sollten.“

Zusammenfassend stellen die Fachleute fest, der Einsatz von Luftreinigungsgeräten könne nicht die anderen Schutzmaßnahmen wie das Maskentragen oder Testen zur Eindämmung der Infektionsausbreitung ersetzen.