Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. dpa/Kay Nietfeld

Es wird fast so etwas wie traurige Normalität. Immer wieder werden Politikerinnen und Politiker aus den Reihen der Querdenken-Szene und von anderen Corona-Leugnern bedroht. So demonstrierten Impfgegner vor Weihnachten vor dem Privathaus von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach oder zogen mit Fackeln vor das Haus von Sachsens Sozialministerin Petra Köpping, um nur zwei der schärferen Beispiele zu nennen. Nun macht ein drastischer Droh-Post gegen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Schlagzeilen. Das LKA ermittelt.

Drohungen gegen Schwesig in Querdenker-Gruppe

In einer Rostocker Telegram-Gruppe, die per Name und Logo der Querdenken-Bewegung zuzuordnen ist, schrieb ein User mit dem Namen Marino zu einem Bild von Manuela Schwesig: „Sie wird abgeholt, entweder mit dem Streifenwagen in Jacke oder mit dem Leichenwagen, egal wie sie wird abgeholt.“

Öffentlich gemacht hatte diese Todesdrohung der Rostocker Linke-Politiker Steffen Bockhahn, der einen Screenshot der Hass-Nachricht auf Twitter postete und seine Solidarität auf bekundete, zahlreiche User schlossen sich Bockhahn an. 

Schwesig bedankte sich für die Solidarität

Schwesig bedankte sich ebenfalls in einem Tweet. „Ich bedanke mich für die Solidarität und für den Schutz durch unsere Sicherheitsbehörden. Gewalt ist kein Mittel.“ Tatsächlich sind die Sicherheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern auch schon tätig geworden. Das Landeskriminalamt (LKA) hat Ermittlungen wegen eines „Bedrohungssachverhalts“ aufgenommen.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Schwesig in den Fokus von Corona-Leugnern gerät. Anfang Dezember versuchten Demonstranten auch zu ihrem Wohnhaus, wo sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt, vorzudringen. Die Polizei konnte das damals verhindern.