Der lange Lockdown hat Saturn die Geschäfte verhagelt. imago/Rupert Oberhäuser

Sparhammer beim Elektronik-Riesen Media-Saturn: Noch vor der angekündigten Schließung von bis zu 13 Märkten im kommenden Geschäftsjahr will die Konzernspitze von Media Markt und Saturn etliche Schließungen vorziehen und jetzt schon Standorte dichtmachen!

Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, summiert sich die Zahl der Standorte bislang ebenfalls auf 13. Die Schließungen erfolgen offensichtlich zusätzlich, Überlappungen gebe es nur in Einzelfällen.

Besonders hart treffen soll es dem Bericht nach vor allem das Filialnetz der kleineren Marke Saturn mit ihren bundesweit knapp 150 Märkten. Denn Saturn ist vor allem in City-Standorten mit hohen Mieten, die auf die Erträge drücken, präsent.

Welche Saturn-Märkte müssen schließen?

Insgesamt elf Märkte mit dem orangenen Planeten-Logo sind im laufenden Geschäftsjahr bereits geschlossen worden oder gehen in Kürze vom Netz. Dazu zählen etwa Standorte in Gelsenkirchen, Siegburg, Essen, Münster, Fürth und Göttingen, die bis zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September ihre Türen schließen werden.

Welche 13 Standorte darüber hinaus im kommenden Geschäftsjahr 2021/22 dichtmachen sollen, hängt laut Lebensmittelzeitung auch davon ab, ob die Vermieter der Ladenflächen bereit sind, die Mieten zu senken. Je nach Standort dränge Media-Saturn dabei auch auf eine Verkleinerung der Verkaufsfläche, um die Mietbelastung zu senken.

Media Markt und Saturn machten Verluste

Im abgelaufenen Quartal war der Mutterkonzern Ceconomy mit seinen beiden Ketten Media Markt und Saturn tiefer in die Verlustzone gerutscht und fuhr nach vorläufigen Zahlen ein operatives Minus von 93 Millionen Euro ein.

„Fast das gesamte laufende Geschäftsjahr war bisher von der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen temporären Marktschließungen, insbesondere in Deutschland, geprägt“, begründete das Unternehmenschef Bernhard Düttmann.