650 Bundeswehrsoldaten sind in Litauen als Teil einer 1200 Mann starken Nato-„Battlegroup“ stationiert. dpa/Hendrik Schmidt

Wegen einer in jeder Hinsicht ausgeuferten Wochenend-Sauferei wurden vier Bundeswehr-Soldaten aus Litauen nach Deutschland zurückbefohlen.

In  einem Hotel sollen sie mit sechs weiteren Kameraden rechtsextremistische und antisemitische Lieder gesungen, sich (unter Umständen rassistisch) beleidigt und geprügelt haben. Schließlich soll es unter den Männern noch sexuelle Nötigung gegeben haben, und eine Soldatin sei wegen ihres Geschlechts diskriminiert worden. 

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) verwies auf laufende Ermittlungen und sagte: „Aber eins ist auf jeden Fall schon dazu zu sagen: Was immer passiert ist, ist in keiner Weise akzeptabel. Es wird mit aller Härte verfolgt und bestraft werden.“ 

Bestraft werden sollten auch diejenigen, die von den Vorfällen Ende April wussten, sie aber nicht meldeten.

Die Soldaten hielten sich im Rahmen einer Nato-Mission in Litauen auf.