CSU-Chef Markus Söder will kein Juniorpartner der Grünen sein. imago/Bayerische Staatskanzlei

In Wahl-Umfragen liegen die Grünen seit Wochen knapp vor der CDU. Sollte dies so bleiben und die Grünen nach der Bundestagswahl im September die nächste Regierungskoalition anführen, schließt CSU-Chef Markus Söder eine Beteiligung der Union am Regierungsbündnis aus.

Lieber Opposition als Juniorpartner der Grünen

„Grün-Schwarz halte ich für falsch“, wandte sich der bayerische Ministerpräsident in den Zeitungen der Funke Mediengruppe gegen die Rolle der Union als Juniorpartner der Grünen.

Alle aktuellen News aus Politik & Wirtschaft finden Sie hier.

„Wenn die Union nicht mehr den Kanzler stellt, dann ist sie faktisch abgewählt. Und eine abgewählte Partei muss einen anderen Weg der Erneuerung antreten – in der Opposition“, so Söder weiter. „Als Juniorpartner der Grünen in eine Regierung einzutreten, würde der Union auf Dauer fundamentalen Schaden zufügen.“

Söder will Vorteile für E-Autos in Innenstädten und eine „Radoffensive“

Allerdings sei er davon überzeugt, „dass die Union am Ende vorne liegt“, also vor den Grünen. Damit das so kommt, ging er im Interview sogleich auf Stimmenfang unter den Wählern der Partei von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und betonte seine ehrgeizigen Öko-Ziele. 

Lesen Sie auch: Annalena Baerbock: Sinkt ihr Stern schon?

Söder forderte ein Konjunkturprogramm, um die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie sowie deren „digitale und ökologische Transformation“ anzukurbeln und stellte Vorteile für Fahrer von Elektro-Autos in Aussicht – wie kostenloses Parken in der Innenstadt oder die Öffnung von Busspuren für E-Autos.

Außerdem brauche Deutschland nach Söders Ansicht einen neuen öffentlichen Personennahverkehr mit einem 365-Euro-Ticket für alle und eine „Radoffensive“.