Der bayerische Regierungschef Markus Söder (CSU) Foto: dpa/Seven Hoppe

Schon am 27. Dezember sollen in Deutschland die ersten Corona-Impfungen starten, ab diesem Zeitpunkt soll es laut Bundesregierung ein „kontinuierliches Aufwachsen der Lieferungen geben“. Im Januar wird demnach mit drei bis vier Millionen Dosen gerechnet, bis Ende März sollen es insgesamt 11 bis 13 Millionen Dosen sein. Doch einigen Ländern geht das nicht schnell genug. „Beim Impfstoff brauchen wir mehr Tempo“, kritisierte der bayerische Landeschef in Bild am Sonntag die Einkaufsstrategie der Bundesregierung. „Es muss alles darauf ausgerichtet werden, mehr Impfstoff zu bekommen, der dann schneller verteilt wird“, so Söder weiter. Das müsse „absolute politische Priorität“ sein.

Alle aktuellen News aus Politik & Wirtschaft finden Sie hier.

Auch Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, zeigte sich besorgt bezüglich der Menge kurzfristig verfügbaren Impfstoffes: „Ich mache mir Sorgen, ob der Impfstoff reicht. Wir müssen es wenigstens in einer ersten Runde schaffen, alle Pflegeheime abzusichern. Und deshalb ist es wichtig, dass jetzt auch genug Impfstoff kommt“, sagte sie RTL.

Lesen Sie auch: So will Spahn gegen Corona impfen lassen

Die Bundesregierung hat bereits mehr Impfdosen für Deutschland geordert. Vom ersten Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer kommen aus einer EU-weiten Bestellung laut Ministerium nun 55,8 Millionen statt zunächst vorgesehener 40 Millionen Dosen. Daneben wurden über nationale Zusagen schon weitere 30 Millionen Impfdosen des Präparats gesichert.