Immer ein gefragter Mann: Wolfgang Clement bahnt sich im Jahr 1999 den Weg zur einer Pressekonferenz. Foto: Imago Images/Nicole Maskus

Berlin - Er war Journalist, NRW-Landesvater, Wirtschaftsminister - und der Vollstrecker der Agenda 2010. Nun ist Wolfgang Clement, SPD-Mitglied bis 2008, gestorben. Freunde und Weggefährten erinnern sich an ihn.

„Als überzeugter und überzeugender Demokrat hat Wolfgang Clement das Zeitgeschehen mitgeprägt. Sein hohes politisches Engagement und seine offene und verbindliche Art, auf Menschen zuzugehen, werden in Erinnerung bleiben.“ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 

„Wolfgang Clement hat viel dazu beigetragen, notwendigen wirtschaftlichen Strukturwandel und die Belange der arbeitenden Menschen miteinander in Einklang zu bringen. In der Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder war er entscheidend an einer der wichtigsten und schwierigsten Aufgaben beteiligt: den Sozialreformen der Agenda 2010, die uns den Weg aus der hohen Arbeitslosigkeit wies. Ich denke dankbar an Begegnungen und Diskussionen mit Wolfgang Clement zurück.“ Kanzlerin Angela Merkel (CDU), laut Regierungssprecher Seibert

„Nordrhein-Westfalen verliert einen modernen Gestalter und pragmatischen Lenker, der das Bild unseres Landes langfristig geprägt hat. Persönlich verliere ich einen liebenswerten Menschen, der immer für Rat zur Verfügung stand.“ NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU)

„Mit Wolfgang Clement hat das politische Deutschland einen markanten und streitbaren Kopf verloren. Er war ein Macher, mit dem es nicht immer leicht war. Seine Geradlinigkeit verdient allen Respekt. Und sein Einsatz für Ausbildungsplätze war beispielhaft. Wir trauern.“ SPD-Chef Norbert Walter-Borjans

„Mit Wolfgang Clement verliert unser Land einen großen Patrioten, dem es nicht um Ideologie, sondern um Arbeitsplätze und Menschen ging. Als Wirtschafts- und Arbeitsminister hat er dazu beigetragen, dass die notwendigen Wirtschaftsreformen endlich gelangen.“ Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) 

„Wolfgang Clement war ein Vollblutpolitiker und kämpfte leidenschaftlich für seine Überzeugungen. Dabei nahm er es auch in Kauf, mit seinen Positionen anzuecken.“ Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter (Grüne)

„Schweren Herzens nehme ich Abschied von Wolfgang Clement. Er war der bisher einzige Bundeswirtschaftsminister, der auch für die Arbeitsmarktpolitik zuständig war. Wir schulden ihm Dank und hohe Anerkennung für sein politisches Lebenswerk.“ Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz

„Egal ob in der SPD oder draußen: mit Wolfgang Clement ist ein großer Sozialdemokrat gestorben, der viel für die Menschen in NRW und die Republik getan hat. Zupackend, humorvoll, dickköpfig und sensibel zugleich. Und ein Kämpfer bis zum Schluss. Mach’s gut, mein Freund.“ Ex-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) 

„Die Nachricht vom Tode meines Freundes Wolfgang Clement erfüllt mich mit tiefer Trauer. Deutschland verliert mit ihm einen der eindrucksvollsten und intelligentesten Politiker, der stets wirtschaftlichen Sachverstand und soziales Engagement zu verbinden wusste.“ Der frühere Innenminister Otto Schily

„Wolfgang Clement war ein Politiker, der sich nicht scheute, für seine Überzeugungen unnachgiebig zu streiten: mit dem politischen Gegner, mit Koalitionspartnern, mit seiner eigenen Partei.“ Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow