Melania Trump, die wohl berühmteste Slowenin. Foto: Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Als noch gar nichts feststand, gab es schon eine staatliche Gratulation für den selbsterklärten Wahlsieger Trump. Sie kam vom slowenischen Ministerpräsidenten Janez Jansa. Der rechte Politiker, ein Trump-Unterstützer, dürfte nationale Bedürfnisse befriedigt haben: Trumps dritte Ehefrau Melania stammt aus dem EU-Staat Slowenien. 

2019 wurde diese Melania Holzskulptur des US-Künstlers Brad Downey in der slowenischen Geburtsstadt der First Lady aufgestellt.   Foto: Miro Majcen/AP/dpa

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), kritisierte  Jansa in der ARD:  „Das ist völlig bescheuert, jetzt zu gratulieren. (...) Das ist etwas, was die Europäer ja schwächt.“ Beyer befürchtet, dass es bei einer längeren Hängepartie zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen den Lagern in den USA kommen könnte. Er fügte aber hinzu: „Das Szenario eines Bürgerkriegs halte ich für völlig übertrieben.“

Ansonsten gab es in der deutschen Politik viel Ablehnung von Trumps Versuch, die Auszählung von Briefwahlstimmen zu stoppen. Das sei „antidemokratisch“, meinte beispielsweise SPD-Chefin Saskia Esken. Nur AfD-Chef Jörg Meuthen wollte Trumps Äußerungen relativieren: „Das ist vielleicht eher der Aufregung des Wahlgeschehens geschuldet.“

Die Bundesregierung wollte den Stand der Dinge nicht kommentieren, solange kein Ergebnis feststand.