Jens Bullerjahn 2015 als Finanzminister Sachsen-Anhalts.
Jens Bullerjahn 2015 als Finanzminister Sachsen-Anhalts. dpa/Jens Wolf

Der frühere Finanzminister und stellvertretende Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn, ist tot. Wie die in Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtete, starb der SPD-Politiker am Samstagnachmittag in einer Klinik in Eisleben an den Folgen einer schweren und seltenen Erkrankung im Alter von 60 Jahren. Dies habe sein früherer Staatssekretär Jörg Felgner auf Anfrage der Zeitung bestätigt.

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ALS-Erkrankung öffentlich gemacht

Der verheiratete Vater zweier erwachsener Söhne war einer der profiliertesten Politiker in Sachsen-Anhalt nach der Wiedervereinigung. In seinem letzten Interview mit der „Mitteldeutschen Zeitung“ machte der SPD-Politiker im vergangenen Mai öffentlich, dass er an der seltenen Nervenkrankheit ALS litt. Dabei handelt es sich um eine nicht heilbare degenerative Erkrankung des Nervensystems, die zu Muskelschwund führt.

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Bullerjahn war Vizechef der Bundes-SPD

Der gelernte Elektroingenieur hatte vor der Wiedervereinigung als Ingenieur für Prozessautomatisierung im Mansfeld Kombinat gearbeitet. Nach der Wende ging er in die Politik, wurde Gemeinderats- und Kreistagsmitglied und gehörte 16 Jahre lang dem Landtag von Sachsen-Anhalt an.

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Er war zeitweilig Landtagsfraktionschef und stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD. 2006 wurde er unter Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) Finanzminister. In seiner zehnjährigen Amtszeit als Minister und Vize-Regierungschef verordnete Bullerjahn dem Bundesland im Kampf gegen die zunehmende Staatsverschuldung einen strengen Konsolidierungskurs, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ weiter schreibt.