Der emeritierte Papst Benedikt XVI in einer Aufnahme von 2018. Er ist nach Auskunft seines Nachfolgers Franziskus „sehr krank“.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI in einer Aufnahme von 2018. Er ist nach Auskunft seines Nachfolgers Franziskus „sehr krank“. dpa/Daniel Karmann

Es steht so schlecht um den zurückgetretenen deutschen Papst Benedikt, dass dessen Nachfolger Franziskus sich jetzt an die Öffentlichkeit wendet. Benedikt XVI. sei „sehr krank“. „Ich möchte Sie alle bitten, ein besonderes Gebet für Papst Emeritus Benedikt zu beten, (...) sich an ihn zu erinnern, da er sehr krank ist, den Herrn zu bitten, ihn zu trösten und zu unterstützen“, sagte das derzeitige Oberhaupt der katholischen Kirche bei seiner Generalaudienz am Mittwoch.

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Haben ihn die Vorwürfe zugesetzt, die dem emeritierte deutsche Papst schwere Verfehlungen in der Vergangenheit im Umgang mit Missbrauchsfällen in der Vergangenheit als Münchner Erzbischof vorhalten? Damals war der Geistliche als Joseph Ratzinger bekannt. Ein in München vorgestelltes Gutachten zum sexuellen Missbrauch bezichtigte ihn schwerer Fehler im Umgang mit einem pädophilen Priester.

95-Jähriger schwach und gebrechlich, aber„ ganz klar im Kopf“

Der 95-jährige Benedikt war im Februar 2013 in einem ungewöhnlichen Schritt aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Er hatte sich zuletzt fast gänzlich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Selten veröffentlichte Fotos zeigten ihn zusehends gebrechlich. Im April erklärte sein langjähriger Privatsekretär Georg Gänswein „Vatican News“, Benedikt sei „zwar physisch natürlich relativ schwach und gebrechlich, aber ganz klar im Kopf“ und „guter Dinge“.