Friseursalons sind laut Seehofer keine Hotspots der Corona-Pandemie. Foto: Imago/Panthermedia

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, Friseursalons sobald wie möglich wieder zu öffnen. „Ich bin in der aktuellen Situation ganz klar für eine Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen“, zitierte das Magazin Spiegel Seehofer am Freitag.

Gefährlicher „Schwarzmarkt“ im Geheimen

„Wir sollten aber diejenigen Maßnahmen zurücknehmen, die ganz offensichtlich keine Schutzwirkung entfalten.“ Bei den Friseuren habe sich „regelrecht ein Schwarzmarkt“ entwickelt, mehr und mehr Leute würden sich auf anderen Wegen und ohne Hygienekonzepte die Haare schneiden lassen.

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Das sei viel gefährlicher, als Friseurläden mit einem strengen Hygienekonzept die Öffnung zu erlauben, zeigte sich Seehofer überzeugt. Wichtig sei, „die hochsensiblen Bereiche wie Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime strikt zu schützen. Hier darf es keine Kompromisse geben“.

Schulen weiter geschlossen halten

Schulen sollten geschlossen bleiben, bis ein überzeugendes Pandemiekonzept vorliege. „Leider kenne ich aus den Ländern bislang noch kein einziges“, kritisierte Seehofer. Dabei sei das dringend nötig und längst überfällig.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am Mittwoch mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Der derzeitige harte Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar befristet. Ob er verlängert wird oder es zu ersten Lockerungen kommt, ist unklar.