Manuela Schwesig (SPD) zum Impfstart vor einem Seniorenheim in Schwerin. Foto: dpa/Jens Büttner

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen voreiliger Versprechungen hinsichtlich der Corona-Impfungen kritisiert. „Wir wollen zusichern, dass jeder geimpft werden kann der will“, sagte Schwesig am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Bisher gäbe es aber „keine verlässlichen Informationen, dass genügend Impfstoff vorhanden ist, damit das zu schaffen ist“.

Schwesig äußerte sich daher verärgert über die Aussage des Gesundheitsministers, wonach jeder, der geimpft werden will, auch geimpft würde. „Ich finde es schwierig, wenn der Bundesgesundheitsminister solche Versprechen macht, ohne dass wir wissen, dass genügend Impfstoff da ist“, sagte die SPD-Politikerin.

Die Ministerpräsidentin betonte, dass ihr Bundesland wesentlich mehr Impfdosen brauche, um ausreichend Impfungen durchzuführen. Allein in der Landeshauptstadt Schwerin würden 600 Impfdosen täglich benötigt, es stünden aber nur 600 Dosen wöchentlich zur Verfügung. Mecklenburg-Vorpommern liegt beim Impfen derzeit vorn. Gemessen an der Bevölkerungszahl erfolgten hier bereits mehr Impfungen als in jedem anderen Bundesland.