Nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist der Druck auf Gerhard Schröder enorm. dpa/Kay Nietfeld

Wegen seiner engen Kontakte zu russischen Staatskonzernen und Kremlchef Wladimir Putin steht Ex-Kanzler Gerhard Schröder seit Jahren in der Kritik. Jetzt wollen ihn SPD-Genossen aus der Partei werfen. Doch Schröder sieht das locker.

„Auf das Parteiordnungsverfahren blicke ich mit Gelassenheit. Ich bin und bleibe Sozialdemokrat“, sagte der 78-Jährige dem Spiegel in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme. Der Ausgang des Verfahrens werde auch keinerlei Folgen für seine politischen Grundüberzeugungen haben.

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„Ich habe in meinem politischen Leben nie etwas anderes als SPD gewählt. Das wird auch in Zukunft so sein, auch wenn der eine oder die andere aus der SPD-Führung es mir gegenwärtig vielleicht etwas schwer macht“, spielte er die Tatsache herunter, dass seine Haltung und sein Handeln mit dem Kurs der SPD unvereinbar sind. Er unterstrich: „Meine politische Grundhaltung wird sich nicht ändern.“

Verhandlung über Ausschluss am 22. Juni

Die mündliche Verhandlung zum Parteiausschluss steht am 22. Juni in Hannover an. Die Schiedskommission des SPD-Unterbezirks Region Hannover ist für das Parteiordnungsverfahren zuständig, weil Schröder Mitglied des dazugehörenden SPD-Ortsvereins Oststadt-Zoo ist.

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Unklar ist, ob Schröder selbst zu der Verhandlung erscheinen wird.