F-35-Kampfjets im Einsatz des südkoreanischen Militärs
F-35-Kampfjets im Einsatz des südkoreanischen Militärs imago/UPI Photo

Die Szene wirkt völlig bizarr: Auf einem Militärflugplatz der texanischen Stadt White Settlement führt ein Pilot am Steuer des vermeintlich modernsten Kampfflugzeugs der Welt, einer F-35, eine Senkrechtlandung durch. Diese Technologie soll dem Kampfflugzeug ermöglichen, selbst dort zu landen, wo überhaupt keine Landebahn vorhanden ist – ein massiver Vorteil im Gefechtsfeld, wenn ein Militärflugplatz zerstört oder nicht erreichbar ist. So richtig ausgereift scheint diese Technologie allerdings nicht zu sein, wie ein Augenzeugenvideo beweist, das auf Twitter zu sehen ist.

Ganz langsam senkt sich die Maschine ab, um dann plötzlich mit Karacho am Boden aufzusetzen. Die Maschine setzt plötzlich mit der Nase auf und bewegt sich unkontrolliert hin und her, bis sich schließlich der Pilot veranlasst sieht, den Schleudersitz zu betätigen und aus kurzer Distanz mit dem Fallschirm unsanft auf dem Boden zu landen. Die Maschine bewegt sich derweil weiter unkontrolliert auf dem Flugfeld. Der Zwischenfall ereignete sich Mitte Dezember.

Startverbot für sämtliche Varianten des F-35-Kampfjets

Es sind solche Szenen, die auch russische oder chinesische Militärbeobachter verfolgen und sich fragen: Das soll also die Wunderwaffe der Nato sein, mit der alsbald auch die Luftwaffe der Bundeswehr ausgerüstet werden soll, um die betagten Tornado-Kampfjets zu ersetzen?

Nun hat das US-Militär ein Startverbot für sämtliche drei Varianten A, B, und C verfügt. Laut Insidern soll dies aber ausschließlich für neue Exemplare mit weniger als 40 Flugstunden und vorerst bis Ende Januar gelten.

Die Bundesregierung will 35 Kampfjets der Ausführung 35-A kaufen. Diese können anders als die Ausführung B nicht senkrecht starten. Der Zwischenfall passierte mit einem Exemplar der Ausführung B.