dpa/Cecilia Fabiano
Ein medizinische Angestellte bereitet eine Corona-Schutzimpfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer vor.

Die Bundesregierung hat den vorgesehenen Wegfall der Priorisierung bei den Corona-Schutzimpfungen ab Montag offiziell auf den Weg gebracht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte nach der Kabinettssitzung am Mittwoch die Unterzeichnung einer entsprechenden Verordnung an. Ab Montag werde damit die Priorisierung aufgehoben. In der nächsten Woche soll auch die Impfkampagne in Betrieben an Fahrt aufnehmen.

Laut Spahn sind etwa 70 Prozent der impfbereiten Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft, wenn eine Impfbereitschaft von 75 Prozent angenommen wird. „Wir haben enorm an Geschwindigkeit gewinnen können“, sagte der Gesundheitsminister. Der Impfstoff sei noch knapp, „aber wir werden Tag um Tag besser“. Um die Dynamik zu halten, werde mit der Aufhebung der Priorisierung der nächste Schritt gegangen.

Ab Montag werden zudem die Betriebsärzte in größerem Umfang in die Impfkampagne eingebunden. Sie erhalten laut Spahn in der ersten Woche mehr als 700.000 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer.

Impfberechtigt sind bislang alle Erwachsenen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, bis August auch Kindern ein Impfangebot zu machen. Allerdings ist bislang noch keiner der in Deutschland verimpften Vakzine für Minderjährige zugelassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) ist weiterhin skeptisch, ob sie eine allgemeine Impfempfehlung für Kinder aussprechen wird. Stiko-Vorsitzender Thomas Mertens sagte als Gast im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“: Den Kindern biete man ja „kein Lakritzbonbon an, das ist ein medizinischer Eingriff, und der muss eben entsprechend indiziert sein“.