Die 2G-Regel im Einzelhandel – muss sie wirklich sein? dpa/Bernd Weißbrod

Lange Zeit blieben die Deutschen überaus vorsichtig, was Lockerungen der Corona-Beschränkungen angeht. Doch das Blatt scheint sich nun zu wenden: In einer aktuellen Umfrage sprechen sich erstmals die meisten Befragen für Lockerungen aus. Derzeit sagt nämlich mit 49 Prozent knapp die Hälfte der Deutschen, dass die Zeit für Öffnungsschritte reif ist. Laut der Befragung von Insa für die „Bild am Sonntag“ sind 44 Prozent dagegen.

Hälfte der Befragten für Lockerungen in Einzelhandel und Gastronomie

Auf die größte Ablehnung stießen Kontaktbeschränkungen für Geimpfte: Mit 66 Prozent wollen zwei Drittel der Befragten die Regelungen abschaffen. Derzeit dürfen sich maximal 10 Menschen in Innenräumen treffen.

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Eine Mehrheit von 53 Prozent befürwortet es, die 2G-Regel im Einzelhandel zu kippen. In der Gastronomie gilt derzeit eine 2G plus-Regel (geimpft oder genesen und geboostert oder getestet). 49 Prozent der Befragten wollen auch dort Lockerungen.

Dagegen sprach sich eine deutliche Mehrheit von 71 Prozent dafür aus, die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr beizubehalten. Auch die Maskenpflicht im Einzelhandel und in Schulen wurde überwiegend positiv bewertet. 64 Prozent finden Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sinnvoll.